Aggression bei Kaninchen ist keine
Seltenheit
Für dieses unerwünschte Verhalten gibt es mehrere Ursachen. Es
muss immer abgeklärt werden, ob Schmerzen oder Krankheit als
Ursachen in Frage kommen.
Am häufigsten sind die Hormone Auslöser für Aggression. Der
zeitliche Zusammenhang des ersten Auftretens mit der
Geschlechtsreife ist ein zwingender Hinweis auf hormonelle
Hintergründe. In diesem Fall ist eine Kastration, auch eines
Weibchens, ernsthaft nahezulegen.
Die Angst ist das zweithäufigste Problem mit dem wir uns auseinander zu setzen haben. Haben Kaninchen zwischen dem 10. und 21. Lebenstag zu wenig Menschenkontakt, haben sie später eher Angst vor den großen Zweibeiner, die sich über ihren Käfig beugen. Dann knurren und brummen sie gefährlich und wenn die Warnung nicht hilft gehen sie in Angriff über um ihr Heim (Käfig und Häuschen) zu verteidigen.
Bevor man sich Kaninchen als Haustiere kauft, sollte man sich gründlich über richtiges Verhalten im Umgang mit diesen netten Zeitgenossen informieren.
Kaninchen sollen nicht einzeln gehalten werden, da sie den Kontakt zu Artgenossen brauchen. Dafür ist es aber notwendig viel Platz zur Verfügung zu stellen, wo sie sich ausreichend bewegen, graben und sich einander auch mal aus dem Weg gehen können. Ist das nicht gewährleistet ist der "Zoff" vorprogrammiert. Die Folge sind wirklich übel zugerichtete Kaninchen, die bei uns in unsere Praxis versorgt werden müssen.
Kaninchenmütter und deren Babys sollten ab der Geburt vor den anderen Mitbewohnern geschützt werden.
Wenn sie überlegen sich Kaninchen zu halten und Fragen zur
artgerechten Haltung haben kontaktieren sie uns gerne.
MMag. Susanna Weber
Tierambulanz Kierling
